Auszug aus Artikel aus „Medizinpopulär - 10/2018“

 

Bis zu zwei Millionen Hausstaubmilben bevölkern eine Matratze. Vor allem im Kot der ungebetenen Gäste sind zahlreiche Allergene enthalten, die manche Probleme bereiten.

 

Zu den typischen Beschwerden einer Hausstaubmilbenallergie gehören eine verstopfte oder rinnende Nase und Niesreiz, insbesonders nachts oder in der Früh beim Aufstehen“, weiß Dr. Fritz Horak, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde mit Schwerpunkt Lungenerkrankungen.

Tückisch: Bleibt die allergische Reaktion - als harmlose Verkühlung abgetan - unbehandelt, birgt sie ein hohes Potenzial für Asthma.

 

Bei Erkältungsbeschwerden, die länger als zwei bis drei Wochen andauern und öfter im Jahr auftreten, unbedingt auch an eine Allergie denken“, so der ärztliche Leiter des Allergiezentrums Wien West und empfiehlt „zur Abklärung zum Arzt gehen“.

 

Schritt 1: Den Milben auf der Spur

Beim Procktest wird das Allergen in Form einer Testlösung auf die Haut getrotzt, Rötet sich die angeritzte Stelle und kommt es zur Quaddelbildung, liegt zumindest eine Sensibilisierung vor.

 

Schritt 2: Hilfe für das Immunsystem

Die Behandlung der Hausstaubmilbenallergie stützt sich im Wesentlichen auf drei Säulen:

1. Symptome bekämpfen, 2. Ursachen lokalisieren, 3. Allergene verringern

 

Schritt 3: Massnahmen setzten

Im Schlafzimmer liegt die ideale Raumtemperatur bei etwa 18 Grad, Die Schlafräume trocken und kühl halten, mehrmals Stoßlüften reduziert die Luftfeuchtigkeit

Textile Materialen (Decken, Pölster) mit  min. 60° waschen und in den Wäschetrockner geben

Matratzen und Bettwäsche gut belüften.

Staubsauger mit HEPA**  Filter ausstatten

Milbenpartikel lassen sich durch normales Saugen aus Teppichen kaum entfernen. Glatte Böden aus Holz, Fließen oder Linoleum sind die bessere Alternative

Staubfänger wie Vorhänge, Bücher etc. entfernen

Bei Allergikern: Kuscheltiere min. 24 Stunden einfrieren, danach waschen

 

 

Entscheidende Vorteile sprechen für den Einbau einer Zentralsauganlage:

Verbesserte hygienische Raumbedingungen, da Mikroorganismen beim Saugen direkt ins Freie abgegeben werden.